Kaunertal Gletscher Feldtest 2010

In einem mehrtägigen Feldtest am Kaunertaler Gletscher kam der Aouda Raumanzugsimulator im Sommer 2010 erstmals gemeinsam mit einem Georadar zum Einsatz. Parall dazu testete ein Team das ÖWF auch die Kontaminationsvektoren für die „saubere“ biologische Probenentnahme.

„Noch nie haben wir den Anzug und den Testern an derartige Grenzen geführt“, meint Sebastian Sams, OPS Leiter des Österreichischen Weltraum Forums für diesen Tag, “ jetzt wissen wir, wie weit wir mit dem Anzug gehen können was die Trittsicherheit und anspruchsvolles Terrain betrifft.“

Für das astrobiologische Experiment durften die Forscher auch im Eis einer begehbaren Gletscherspalte bohren, was sich aber aufgrund der unvorhergesehene Härte des Eises als sehr schwierig herausstellte. Im Bereich unterhalb der Geltschersspalte kam tags darauf auch das Georadar für eie Pilotmessung zum Einsatz – ein etwa 100 m breiter Geländestreifen wurde vermessen, die Rohdaten von Dr. Helmut Hausmann von der ZAMG ausgewertet. Ulrich Luger und Daniel Föger waren die Analog-Astronauten für diesen Feldtest. Erstmals wurde auch die technische Infrastruktur für das Remote Science Support team getestet, wo virtuell zugeschaltete Wissenschafter den Analog-Astronauten „über die Schulter schauen konnten“.

Insgesamt verzeichneten die Analogastronauten 9 h Arbeitseinsatz im Raumanzug (U. Luger: 6h, D. Föger, 3h).

Projektleiter Gernot Grömer

„Wir haben dieses Mal die Presse eingeladen um unseren Raumanzugsimulator in Aktion zu filmen und auch die Faszination Raumfahrt zu verbreiten. Es ist das erste Mal, dass wir die Presse bei so einem Feldtest zugelassen haben.“

Das resultierende Medienecho war beachtlich reichte von Berichten in Tiroler Regionalmedien bis zu Meldungen in französischen und russischen Presseagenturen.

 

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Österreich/Kaunertal 2010

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