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Junior Analog Astronauts 2026

Ein Projekt des Österreichischen Weltraum Forums

Im Rahmen des EU Erasmus+ Programms „EXPLORE“ werden fachdidaktische MINT Unterrichtsmaterialien für den Einsatz in europäischen Mittelschulen entwickelt. Die Materialien kommen in Griechenland, Portugal, Österreich und Frankreich sowie ein Set an virtuellen Classroom kits global (zB in Indien und im Nahen Osten) zum Einsatz. Gleichzeitig selektiert das Österreichische Weltraum Forum in einem aufwändigen Auswahlprozess die nächste Klasse an Analog Astronauten aus, die in einem dreistufigen Verfahren von mehreren hundert Interessenten aus ganz Europa ausgewählt werden. Aufbauend auf der fachdidaktisch sehr ausgereifte Grundlage des EXPLOREProjektes soll ein regionales Vertiefungsprojekt in Tirol ausrollen, bei dem Tiroler Mittelschüler einen bevorzugten Zugang zu Inhalten, Raumfahrt-Spezialisten und der neuen Klasse von Analogastronauten bekommen.

Rekrutierung & Awareness

Explore-1 lecture by Gernot Grömer

Das JAA26-Programm richtet sich an Oberstufenschülerinnen und -schüler aus dem Tiroler ÖWF Schulnetzwerk. Statt breiter Streuung setzen wir auf intensive Kooperationen mit fünf ausgewählten Pilotschulen.

ÖWF-Experten kommen direkt in die Schulen und vermitteln, warum Raumfahrt auch für Tirol relevant ist – von der Mars-Exploration bis hin zu Satellitendaten, die den Gletscherschwund überwachen, den Lawinenschutz verbessern und die Landwirtschaft unterstützen. Ergänzend wird das EXPLORE Mission Toolkit im Unterricht eingesetzt und durch ÖWF-Personal begleitet.

Der Faktor Mensch: Analog-Astronauten als Role Models

Ein Kernelement des Programms ist die direkte Begegnung mit den Kandidatinnen und Kandidaten der neuen Analog-Astronauten-Klasse des ÖWF.

Jugendliche begleiten beide Selektionsrunden hautnah – sie beobachten nicht nur, sondern absolvieren ausgewählte Tests selbst und vergleichen ihre eigene Leistung direkt mit den Profilen angehender Analog-Astronauten.

Darüber hinaus treten die Kandidaten als greifbare Vorbilder mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt: per E-Mail-Q&A und Video-Lectures berichten sie aus ihrem Werdegang und zeigen, wie eine Karriere in MINT und Raumfahrt aussehen kann.

Abschließend produzieren die Jugendlichen eine Kurzvidео-Serie über die Finalisten – sie führen Interviews auf Englisch, schneiden das Material selbst und erhalten in Kooperation mit Tiroler Medien ein grundlegendes Medientraining in Wissenschaftskommunikation.

Hands-on Technologie: Die Simulation erlebbar machen

Statt grauer Theorie steht bei JAA26 echtes Erleben im Vordergrund. Mithilfe von Hardware-Mock-ups wird die technische Komplexität einer Mars-Mission physisch begreifbar.

In vereinfachten Anzug-Simulatoren – den sogenannten Delta-Suits – erfahren die Jugendlichen am eigenen Körper, wie eingeschränkt die Bewegungsfreiheit bei einem echten Außenbordeinsatz ist. Anschließend übernehmen sie die Steuerung des ÖWF-Rovers „Dignity“ durch einen Parcours und lernen dabei, wie herausfordernd robotische Exploration mit Zeitverzögerung in der Praxis ist.

Als Beta-Tester evaluieren die Schülerinnen und Schüler außerdem Trainingshandbücher der Analog-Astronauten und testen spezielle Hardware – darunter Vertical Treadmills, die den Bewegungsablauf unter reduzierter Schwerkraft simulieren.

Kommunikation & öffentliche Wahrnehmung

Den Abschluss des Programms bildet die Einbindung der Jugendlichen in die professionelle Öffentlichkeitsarbeit des ÖWF.

Bei der offiziellen Vorstellung der neuen Analog-Astronauten-Klasse agieren die Schülerinnen und Schüler als Junior-Reporter – sie stellen Interviewfragen und erleben hautnah, wie professionelle Wissenschaftskommunikation funktioniert. Geplant ist dabei eine Zusammenarbeit mit lokalen Medien.

Durch die durchgängige Nutzung der englischen Sprache und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern des EXPLORE-Konsortiums werden die Jugendlichen zudem gezielt auf eine Karriere im MINT-Bereich und Raumfahrtsektor vorbereitet.

Vernetzung mit der Tiroler Wirtschaft & Wissenschaft

JAA26 zeigt Jugendlichen, dass Raumfahrt keine ferne Angelegenheit ist – sondern mitten in Tirol stattfindet.

Exkursionen zu Unternehmen mit direktem Weltraumbezug machen Karrierechancen greifbar: Bei GeoVille in Innsbruck lernen die Schülerinnen und Schüler, wie Satellitendaten zur Umweltüberwachung eingesetzt werden. Bei Plansee in Reutte erhalten sie Einblick in die Materialforschung für extremste Bedingungen – wie sie auch im Weltraum vorkommen.

Ergänzend dazu besuchen die Jugendlichen Institute der Universität Innsbruck, etwa die Geowissenschaften, und erleben dort die wissenschaftliche Tiefe der Analog-Forschung aus erster Hand.

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