2026
Vom 18. bis 19. Juli 2026 zeigten die ÖWF-Analog-Astronaut-Praktikant*innen, mit Unterstützung des Ground Operations Support Team (GOST) und einem freiwillig teilnehmenden Schüler des BG/BRG Sillgasse, ihre Expertise im Zuge der 4. Trainingseinheit, einem Outdoor-Training mit Zeltübernachtung in der Ehnbachklamm. Dabei meisterte die Gruppe eine abenteuerliche Sanitätsausbildung im Gelände, eine Search & Rescue Aufgabe und versuchten eine Internetverbindung in der Schlucht herzustellen.

Nach der Abreise um 8 Uhr vom ÖWF-Büro in der Etrichgasse in Innsbruck erreichten wir den „Parkplatz Zirk“ in Zirl und wanderten zu Fuß weiter in die Klamm. Nach der Ankunft am Zeltplatz fand zum Einstieg eine kurze Wiederholung der Sanitätsausbildung statt. Eine Bergretterin zeigte uns die wichtigsten Techniken zum Tragen von Verletzten in gefährlichen Rettungsaktionen. Im Anschluss kehrte ein Teil der Gruppe zu den Autos zurück. Dabei wurden die davor gezeigten Tragetechniken bei den schmalen Wanderwegen durch die Schlucht untereinander angewendet und getestet.

In Vorbereitung auf den zweiten Programmpunkt transportierten wir vom Parkplatz aus die technischen Geräte für den Aufbau eines WLAN-Netzwerks zum Zeltlager. Unter ständigem Funkkontakt platzierten sich drei Gruppen an strategischen Orten in der Schlucht, um eine möglichst gute Internetverbindung von außerhalb der Schlucht zu erhalten. Nach 3 langen Stunden wurde der Versuch, guten Kontakt nach außen zu erhalten, auf Grund eines falschen Adapters und technischer Probleme der Software abgebrochen. Ein internes Netz konnte aber erfolgreich aufgesetzt werden.
Bei der Rückkehr zum Zeltlager wurde festgestellt, dass ein Gruppenmitglied ohne Kontaktmöglichkeit abgängig und womöglich auch verletzt war: Das war der Startschuss zur Search & Rescue Aufgabe. Nach etwa 20 Minuten wurde die Person erfolgreich geortet, durch Erste Hilfe Maßnahmen behandelt und zum Lager getragen. Auf die Nachbesprechung der Search & Rescue Aufgabe folgte ein intensiver Regenguss und das Abendprogramm. Dieses Programm gehörte nurmehr indirekt zum Trainingsabschnitt dazu.

Am nächsten Morgen startete der Tag um 6 Uhr mit dem Abbau der Zelte. Um 7 Uhr verließen wir den Zeltplatz. Kurz danach kehrten wir beim Bäcker Ruetz in Kematen ein, um ausgiebig zu frühstücken.

Mit diesem Ausflug zeigten die zwei Gruppen erfolgreich ihr Können in der Sanitätsausbildung, lernten aber auch, dass ein einzelnes falsches oder fehlerhaftes Teil das erfolgreiche Herstellen einer WLAN-Verbindung behindern und so die Fertigstellung um mehrere Stunden verzögern kann. Am Mars könnte dies eine Verschiebung des Zeitplans herbeiführen oder im schlimmsten Fall die Marsmission gefährden.
Autor: Sebastian Krainz
Dieser Artikel ist auch verfügbar auf: Englisch
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